Einkommen im Ausland: Wie wir das wirklich machen

„Wovon lebt ihr eigentlich, wenn ihr nicht mehr in Deutschland arbeitet?"

Ehrliche Antwort: von mehreren kleinen Bausteinen, nicht von einer großen Lösung. Und genau das würde ich auch jedem raten, der überlegt, den Sprung zu wagen.

Werbung. Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas abschließt, kann ich dafür eine Vergütung bekommen. Für dich ändert sich am Preis nichts. Ich verlinke nur, was ich selbst nutze.

Die vier Bausteine, von denen wir leben

1. Digitale Produkte

Mein Hauptding ist mein eigenes Rezeptbuch, ein digitales Produkt, das ich einmal erstellt habe und das seitdem für mich verkauft wird, ohne dass ich täglich neu ran muss.

Genau das ist der Vorteil an digitalen Produkten: Die Arbeit steckt man einmal rein — am Anfang ist das viel — danach läuft es weiter, egal ob man am Pool sitzt, im Gym ist oder im Flugzeug.

Schau dir gerne mal mein Rezeptbuch an.

2. Affiliate-Marketing

Parallel dazu Affiliate-Links: Ich empfehle Produkte und Dienstleistungen, die ich selbst nutze oder von denen ich überzeugt bin, und verdiene mit, wenn darüber jemand kauft.

Kein Hexenwerk, aber auch kein Selbstläufer. Es braucht Reichweite und Vertrauen, und beides wächst nur mit Zeit.

Wer sich damit ernsthafter beschäftigen will: Ich habe alles dazu in der AI Affiliate Masterclass gelernt. Da geht es darum, wie man Affiliate-Marketing mit KI aufzieht und effizienter macht, als es die meisten klassischen Ansätze schaffen.

3. Network Marketing — ja, wirklich

Das dritte Standbein ist Network Marketing, konkret mit Zinzino. Das Thema hat einen schlechten Ruf, und ehrlich gesagt zu Recht, wenn man sich anschaut, wie viele Leute es falsch oder aggressiv betreiben.

Richtig gemacht ist es aber kein Schneeballsystem, sondern ein Vertriebsmodell wie viele andere auch. Für mich funktioniert es, weil ich hinter dem Produkt stehe und es sich nicht wie ein Verkaufsgespräch anfühlen muss.

Schreib mir, wenn dich das interessiert.

4. Geld arbeiten lassen

Aus dem Hausverkauf haben wir Kapital, das wir angelegt haben und das mittlerweile für uns arbeitet. Das ist mega, keine Frage.

Aber ich tu nicht so, als wäre das für jeden eine realistische Option. Nicht jeder hat ein Haus verkauft. Was ich aber sagen will: Man muss nicht mit einer großen Summe anfangen. Klein anfangen zählt genauso.

Ich habe selbst ein Coaching bei der Deutschen Investmentakademie abgeschlossen und fand es richtig gut. Schreib mir, wenn du dazu Fragen hast.

Wie das Geld überhaupt ankommt

Der Teil, über den kaum jemand schreibt, obwohl er jeden betrifft: Du verdienst in Euro und lebst in Dong, Rupiah oder Baht. Zwischen diesen beiden Zuständen liegt ein Haufen Gebühren, wenn du es falsch machst.

Drei Dinge, auf die es ankommt:

  • Der Wechselkurs. Klassische Banken rechnen mit einem Aufschlag, der im Kleingedruckten steht. Bei jeder Zahlung. Das summiert sich über ein Jahr auf mehr, als man denkt.
  • Fremdwährungsgebühren an Geldautomaten. Manche Karten kosten pro Abhebung, manche gar nichts. Hier zahlst du entweder jedes Mal oder nie.
  • Ein deutsches Konto behalten. Für Lastschriften, die weiterlaufen, und für alles, was noch an Deutschland hängt.

Wir arbeiten mit Wise und Revolut. Wise ist stark, wenn es ums Umrechnen und ums Empfangen von Zahlungen in mehreren Währungen geht, Revolut praktisch für den Alltag und die Karte.

Klär das, bevor du fliegst, nicht danach: Konten eröffnen ist mit deutscher Adresse und deutschem Ausweis deutlich einfacher, als wenn du schon weg bist. Dasselbe gilt für alles, was per SMS-TAN bestätigt wird — das braucht eine erreichbare Nummer. Wie wir das mit dem Handy gelöst haben, steht im Artikel über eSIM und Internet.

Was es sonst noch gibt

Das ist unser Weg, aber natürlich nicht der einzige. Falls das hier nicht zu dir passt, ein paar weitere Optionen, die sich im Ausland bewährt haben.

Remote-Job in Festanstellung

Die klassischste Variante. Viele Firmen stellen mittlerweile komplett ortsunabhängig ein, gerade in IT, Marketing und Beratung.

Der Vorteil: Man profitiert weiter von Leistungen wie einer Auslandskrankenversicherung und hat ein festes, regelmäßiges Gehalt — anders als bei uns Selbstständigen, wo das Einkommen schwankt.

Freelancing

Wer lieber projektweise arbeitet, geht Richtung Freelancing. Webentwicklung, Grafikdesign, Texten, Übersetzen, Social Media Management oder Online-Marketing sind die klassischen Bereiche, vermittelt über Plattformen wie Upwork, Fiverr oder Malt.

Das Wichtigste dabei: ein Portfolio, das zeigt, was man kann. Aufträge fliegen einem nicht einfach zu.

Eigenes Online-Business

Shop, Coaching, Kurse, Content — im Prinzip das, was wir auch machen, nur mit anderem Produkt.

Weniger Instagram-Klischee mit Kokosnuss am Strand, mehr pragmatische Fragen: stabiles Internet, Steuern, Absicherung. Genau das würde ich auch jedem raten, der neu einsteigt: erst die Basics klären, dann träumen.

Visa, Steuern, Versicherung — die unsexy Seite

Kurz noch, weil es wichtig ist.

Über 60 Länder bieten mittlerweile offizielle Digital-Nomad-Visa an, das macht vieles einfacher als noch vor ein paar Jahren. Steuern sind trotzdem kein Bereich, den man ignorieren kann. Die sogenannte 183-Tage-Regel ist ein wichtiger Indikator: Wer sich länger als 183 Tage im Jahr in einem Land aufhält, kann dort steuerpflichtig werden. Wer in Deutschland gemeldet bleibt, bleibt dort meistens auch steuerpflichtig.

Das ist keine Steuer- oder Rechtsberatung, und ich bin weder Steuerberaterin noch Anwältin. Die Regeln hängen von deiner konkreten Situation ab, unterscheiden sich je nach Land und ändern sich. Kein Thema, bei dem ich raten würde, es auf gut Glück zu machen — hier lohnt sich echte Beratung von jemandem, der deinen Fall kennt.

Wenn du genau diese Beratung suchst: Ich empfehle Staatenlos, und zwar uneingeschränkt. Dort geht es um die Fragen, die sich stellen, wenn man Deutschland wirklich verlässt — Wohnsitz, Steuerpflicht, Firmenstruktur — und nicht um allgemeine Ratschläge, die man auch googeln könnte.

Und zur Absicherung: Egal welchen Weg ihr wählt, eine Auslandskrankenversicherung ist kein Nice-to-have. Ich nutze selbst SafetyWing. Welcher Tarif zu dir passt, hängt davon ab, wie lange du weg bist und wohin — das gehört vor der Abreise geprüft, nicht unterwegs.

Die Sache mit den Erwartungen

Was ich niemandem ersparen kann: Es dauert.

Ich mache das jetzt seit zwei Jahren, und es war zu keinem Zeitpunkt so, dass ich ein Instagram-Profil erstellt habe und am nächsten Tag Einnahmen sah. Es gibt Leute, bei denen das durch die Decke geht, sehr schnell, sehr groß. Das sind echte Ausnahmen, keine Regel. Wer damit rechnet, verbrennt sich meistens.

Wichtiger als schnelle Ergebnisse ist, ehrlich mit sich selbst zu sein, was zu einem passt. Ich zum Beispiel hasse lange Verkaufsgespräche. Also habe ich mir Wege gesucht, bei denen ich die nicht führen muss. Das heißt nicht, dass es der einzig richtige Weg ist, nur meiner.

Mein Rat

Fang an, aber erwarte nicht, dass es schnell geht. Such dir Einkommenswege, die zu deiner Persönlichkeit passen, nicht die, die gerade am lautesten beworben werden.

Und klär die langweiligen Sachen früh: Konten, Versicherung, Steuerfrage. Die sind unterwegs deutlich mühsamer als am Küchentisch in Deutschland.

Wenn du Fragen hast, egal zu welchem Thema hier: schreib mir einfach.

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Über diesen Blog

Ich bin Jenny – Mama von zwei Kleinkindern, und seit diesem Sommer nicht mehr in Aschheim, sondern unterwegs.

Wir haben unser Haus verkauft, sind über Vietnam gegangen und ziehen weiter nach Thailand. Hier schreibe ich auf, wie das wirklich abläuft – der Papierkram, der Abschied, der Alltag mit Kindern in einem Land, das nicht unseres ist.

Keine Hochglanz-Auswanderer-Story, sondern das, was tatsächlich passiert.