Ausräumen und Flüge buchen

Ausräumen und Flüge buchen

Nach dem Notartermin ging alles in eine neue Phase über. Nicht mehr verhandeln, nicht mehr abwarten – jetzt ging es ans Umsetzen.

Wir haben angefangen, das Haus auszuräumen. Jahre an Möbeln, Erinnerungen, Kinderzimmer-Chaos, alles musste sortiert, verpackt, weggegeben oder eingelagert werden. Parallel haben wir nach Flügen geschaut. Am Ende stand fest: 16. Juni, Abflug nach Phu Quoc, Vietnam. Damit war unser finales Räumungsdatum fix – kein Verhandlungsspielraum mehr, kein "wir schauen mal". Das Haus musste bis zu diesem Tag leer sein.

Mit den Käufern hatten wir eine klare Abmachung getroffen: eine ausführliche Vorab-Besichtigung, bei der sie sich alles in Ruhe anschauen können, und danach am 16. Juni eine schnelle, unkomplizierte Übergabe – zehn Minuten, Schlüssel rüber, fertig. Die genauen Termine sollten kurzfristig abgestimmt werden, so der Plan.

Ich habe in dieser Zeit auch meine Kündigung offiziell eingereicht und die Bestätigung erhalten. Ein weiterer Haken auf der Liste. Zwischendurch gab es immer wieder Kontakt mit den Käufern, wegen kleiner Dinge – nichts, was uns beunruhigt hätte. Im Gegenteil: Sie wollten ursprünglich sogar schon vorab Handwerker vorbeischicken, haben das dann aber von sich aus wieder gecancelt, weil sie dachten, das wäre zu stressig für uns in dieser Phase.

Diese Geste hat uns damals gutgetan. Es fühlte sich an, als würden beide Seiten Rücksicht aufeinander nehmen. Als würden wir das hier gemeinsam durchziehen, mit Verständnis füreinander, trotz des engen Zeitplans.

Rückblickend war das die letzte Phase, in der sich alles noch nach einer normalen, wenn auch stressigen Hausverkauf-Geschichte anfühlte. Ausräumen, Flüge, Kündigung, ein paar Absprachen – anstrengend, aber geradlinig. Was danach kam, war alles andere als geradlinig. Aber in diesen Maiwochen wussten wir das noch nicht. Da hatten wir einfach nur das Gefühl: Es läuft.

Über diesen Blog

Ich bin Jenny – Mama von zwei Kleinkindern, und seit diesem Sommer nicht mehr in Aschheim, sondern unterwegs.

Wir haben unser Haus verkauft, sind über Vietnam gegangen und ziehen weiter nach Thailand. Hier schreibe ich auf, wie das wirklich abläuft – der Papierkram, der Abschied, der Alltag mit Kindern in einem Land, das nicht unseres ist.

Keine Hochglanz-Auswanderer-Story, sondern das, was tatsächlich passiert.